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Seit Herbst 2022 hat sich der Schweizer Aktienmarkt kräftig erholt und ist stark gestiegen. Obwohl der SPI zwischenzeitlich bis zu ca. 18 % verlor, wurde die übliche Schwelle für einen Bärenmarkt von 20 % nie erreicht. Doch wie lange kann es noch bergauf gehen im Schweizer Bullenmarkt? 🏔️
Stell dir vor, du wanderst an einem wunderschönen Herbsttag von der Schynigen Platte Richtung Faulhorn. ☀️ Die Sonne scheint, der Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau ist fantastisch. 🏔️
Nach einigen Stunden fragst du dich: «Wir sind schon so lange bergauf gelaufen. Müsste es nicht langsam wieder bergab gehen?» 🤔
Natürlich nicht! Nur weil du bereits viele Höhenmeter zurückgelegt hast, bedeutet das nicht, dass der Gipfel unmittelbar bevorsteht.
An der Börse ist es ähnlich. 📈
Vor rund vier Jahren, im Herbst 2022, herrschte an der Schweizer Börse Krisenstimmung. 😟 Inflation, steigende Zinsen und Rezessionsängste belasteten die Aktienkurse.
Was damals kaum jemand ahnte: Es folgte eine mehrjährige Erholung. Der Swiss Performance Index (SPI) legte seither deutlich zu. 🚀
Der Schweizer Bullenmarkt hat die Anleger überrascht und viele Chancen eröffnet.
Doch je länger die Kurse steigen, desto häufiger hört man: «Jetzt muss doch bald der nächste Crash kommen!» 😬
Aber stimmt das wirklich? Und solltest du mit dem Investieren lieber warten?
An der Börse begegnen uns zwei Tiere: der Bulle 🐂 und der Bär 🐻.
Der Bulle steht für steigende Aktienkurse 📈, der Bär für fallende 📉.
Von einem Bärenmarkt spricht man üblicherweise, wenn ein Aktienindex mindestens 20 % gegenüber seinem vorherigen Höchststand verliert.
Ein Rückgang von 10 % wird hingegen als Börsenkorrektur bezeichnet.
Nun, der Bär hat noch nicht zugeschlagen: Seit dem Börsentief im Herbst 2022 hat sich der SPI nämlich kräftig erholt. Bis 19. Oktober 2026 betrug der Anstieg über 50 %.
Das zeigt, wie schnell und stark sich die Stimmung an der Börse verändern kann. 🔄
💡 Die besten Kaufgelegenheiten erkennst du häufig erst im Rückblick.
Zurück zu unserer Wanderung. 🥾
Nur weil du bereits drei Stunden unterwegs bist, weisst du noch nicht, wie weit es bis zum Gipfel ist.
Genauso wenig verrät uns das Alter eines Bullenmarktes, wann er endet.
Auch wenn die Schweizer Aktienkurse in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind, bedeutet das nicht, dass ein Crash unmittelbar bevorsteht.
🐂 Ein Bullenmarkt stirbt nicht einfach an Altersschwäche.
Entscheidend sind vielmehr die wirtschaftliche Entwicklung, die Gewinne der Unternehmen und die Erwartungen der Anleger. 📊
Natürlich kann der SPI jederzeit korrigieren. Doch steigende Kurse allein sind noch kein Grund, mit einem Absturz zu rechnen.
Vielleicht kennst du das:
Du möchtest 20’000 Franken investieren. 💰 Doch jedes Mal, wenn du die Börsenkurse anschaust, stehen sie höher als zuvor.
Du denkst: «Jetzt warte ich lieber, bis die Aktien wieder günstiger werden.» 🤔
Und du wartest. ⏳ Während die Kurse möglicherweise weiter steigen.
Das Problem: Niemand weiss, wann der nächste Rückgang kommt.
Angenommen, du möchtest 10’000 Franken in Schweizer Aktien investieren und wartest auf einen Börsencrash von 20 %.
Doch vorher steigt der Aktienmarkt um 30 %. 📈 Deine geplante Anlage wäre inzwischen 13’000 Franken wert.
Nun fällt der Markt tatsächlich um 20 %. 📉
Der neue Wert beträgt 10’400 Franken.
💡 Trotz des kräftigen Rückschlags ist der Markt noch immer 4 % teurer als zu deinem ursprünglichen Einstiegszeitpunkt.
Natürlich kann es auch anders kommen. Vielleicht fällt der SPI bereits morgen deutlich.
Das Beispiel zeigt aber, weshalb Warten nicht automatisch die bessere Strategie ist. ⏳
Schauen wir auf die aktuellen Zahlen. 🔎
Am 19. Oktober 2026 stand der SPI bei rund 20’271 Punkten. Sein bisheriges Jahreshoch lag bei ungefähr 20’637 Punkten.
Das entspricht einem Rückgang von rund 1.8 %.
Würde man dieses Jahreshoch als Ausgangspunkt nehmen, läge die Schwelle für einen Rückgang von 20 % bei ungefähr 16’510 Punkten.
Vom Stand am 19. Oktober aus müsste der SPI somit rund 18.6 % fallen, um diese Marke zu erreichen. 📉
Wichtig ist allerdings: Für die übliche Definition eines Bärenmarktes zählt das letzte massgebliche Höchstniveau und nicht zwingend das Jahreshoch.
Das Beispiel zeigt trotzdem: Nicht jeder Rückgang bedeutet gleich einen Bärenmarkt. 🐻
Korrekturen gehören zum Investieren dazu. 📊
Die entscheidende Frage lautet nicht: «Kommt bald ein Crash?» 🔮
Sondern: «Wann benötige ich mein Geld wieder?» ⏰
Wenn du in zwei Jahren ein Haus kaufen möchtest, 🏡 solltest du dieses Geld nicht vollständig in Aktien investieren.
Sparst du hingegen für deine Pensionierung in zwanzig Jahren, 👴 sind kurzfristige Börsenschwankungen weniger entscheidend.
💡 Wichtig ist nicht, den perfekten Einstiegszeitpunkt zu erwischen, sondern eine Strategie zu verfolgen, die zu deinen Zielen passt.
Stell dir vor, du hast 60’000 Franken geerbt und möchtest dieses Geld langfristig anlegen. 💸
Solltest du alles sofort investieren oder während drei Monaten jeweils 20’000 Franken?
Dein gesamtes Kapital arbeitet vom ersten Tag an für dich.
Steigen die Märkte 📈, profitierst du vollständig. Fallen sie unmittelbar nach deinem Einstieg 📉, trifft dich der Rückgang allerdings mit dem gesamten Betrag.
Du verteilst deine Investition über drei Monate und kaufst zu unterschiedlichen Kursen.
Fallen die Aktienkurse, kannst du mit den weiteren 40’000 Franken günstiger einsteigen.
Steigen sie hingegen kontinuierlich, entgeht dir mit dem noch nicht investierten Geld ein Teil der Rendite.
Eine Untersuchung von Vanguard aus dem Jahr 2023 zeigt, dass eine Einmalanlage historisch in ungefähr zwei Dritteln der untersuchten Fälle besser abschnitt als ein gestaffelter Einstieg über drei Monate.
Der Grund: Aktienmärkte weisen langfristig eine positive erwartete Rendite auf. 📈 Je früher dein Geld investiert ist, desto länger kann es davon profitieren.
Die Untersuchung ist allerdings keine spezifische Prognose für den SPI.
Und auch die Psychologie spielt eine Rolle. 🧠
Wenn du nach einer Einmalanlage bei einem kräftigen Kursrückgang panisch verkaufst, nützt dir die statistisch bessere Strategie wenig. 😰
Dann kann ein gestaffelter Einstieg sinnvoller sein.
🎯 Die beste Anlagestrategie ist jene, die du auch in schwierigen Zeiten durchhältst.
Beim Wandern hilft eine gute Karte. 🗺️ Beim Investieren eine klare Strategie.
Vielleicht möchtest du mit dem Investieren beginnen oder bist unsicher, ob deine bestehenden Anlagen zu deinen Zielen passen.
Genau dabei unterstütze ich dich. 🤝
Gemeinsam entwickeln wir eine Anlagestrategie, die zu dir passt. Verständlich, unabhängig und ohne Fachchinesisch.
👉 Lass uns deinen persönlichen Weg zum Vermögensaufbau gemeinsam planen! 🚀
Beim Wandern zeigt dir die Karte, wo der Gipfel liegt. 🗺️ An der Börse gibt es leider keine solche Karte.
Niemand weiss zuverlässig, wann der SPI seinen nächsten Höchststand erreicht oder die Kurse wieder fallen. 🔮
Für deinen langfristigen Vermögensaufbau sind deshalb eine durchdachte Strategie, Geduld und die Fähigkeit, auch bei Gegenwind ruhig zu bleiben, entscheidend. 🧭
Denn an der Börse ist es wie beim Wandern: Wer bei jeder steilen Passage umkehrt, wird den Gipfel nur selten erreichen. 🏔️
Und wer immer auf den perfekten Moment wartet, macht sich vielleicht nie auf den Weg. 🥾
Nein. Das Alter eines Bullenmarktes sagt nichts darüber aus, wann er endet. Entscheidend sind die wirtschaftliche Entwicklung, die Gewinne der Unternehmen und die Erwartungen der Anleger. Der SPI kann zwar jederzeit korrigieren, doch steigende Kurse allein sind noch kein Grund, mit einem Absturz zu rechnen.
Von einem Bärenmarkt spricht man, wenn ein Aktienindex mindestens 20 % unter seinen vorherigen Höchststand fällt. Ein Rückgang von 10 % heisst Börsenkorrektur. Am 19. Oktober 2026 stand der SPI bei rund 20’271 Punkten, etwa 1,8 % unter dem Jahreshoch von ca. 20’637 Punkten.
Entscheidend ist, wann du dein Geld wieder brauchst. Für die Pensionierung in zwanzig Jahren sind kurzfristige Schwankungen weniger wichtig, für einen Hauskauf in zwei Jahren solltest du nicht alles in Aktien anlegen. Den perfekten Einstiegszeitpunkt musst du nicht erwischen. Wichtig ist eine Strategie, die zu deinen Zielen passt.

eidg. dipl. Finanz- & Anlageexpertin, CIWM
Autorin und Inhaberin der EC Finanzberatung in Interlaken. Unabhängig. Persönlich. Auf Augenhöhe.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informations- und Bildungszwecken. Er stellt keine Anlageberatung, Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Vergangene Entwicklungen an den Finanzmärkten sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Bevor du Investitionsentscheidungen triffst, solltest du dich bei Bedarf an eine qualifizierte Finanzfachperson wenden.
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Diese Information gilt im Sinne von FIDLEG Artikel 68 als WERBUNG.