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Gold, Silber, Kupfer, Lithium, Kobalt und seltene Erden: In deinem Smartphone steckt ein kleines Rohstoffuniversum. Doch können wir Rohstoffe überhaupt in «gut» und «schlecht» einteilen?
Stell dir vor, du hältst dein Smartphone in der Hand. Vielleicht liest du sogar gerade diesen Newsletter darauf.
Du schreibst Nachrichten, fotografierst, navigierst, bezahlst Rechnungen und informierst dich über die Welt.
Was dabei leicht vergessen geht: In diesem kleinen Gerät stecken Dutzende chemische Elemente, darunter zahlreiche Metalle, die rund um den Globus abgebaut werden.
Und einige davon haben einen ziemlich schlechten Ruf.
Schauen wir einmal genauer hin. 🔍
Ein modernes Smartphone enthält unter anderem:
🟠 Kupfer: Leitet Strom und verbindet die zahlreichen elektronischen Komponenten miteinander. Ohne Kupfer läuft praktisch nichts.
🥇 Gold: Wird für besonders zuverlässige elektrische Kontakte verwendet. Die Menge ist winzig, seine Funktion aber wertvoll.
🥈 Silber: Gehört zu den besten elektrischen Leitern überhaupt und wird in elektronischen Bauteilen eingesetzt.
🔋 Lithium: Ist ein wichtiger Bestandteil des Akkus und ermöglicht, dass wir unser Smartphone immer wieder aufladen können.
🔵 Kobalt: Kommt in vielen Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz und trägt zu deren Leistungsfähigkeit und Stabilität bei. Allerdings gibt es inzwischen auch Akkutechnologien, die ohne Kobalt auskommen.
⚙️ Tantal: Wird insbesondere in winzigen Kondensatoren eingesetzt, die elektrische Energie kurzfristig speichern und Spannungen stabilisieren.
🧲 Seltene Erden: Beispielsweise Neodym, das für leistungsfähige Magnete in Lautsprechern und Vibrationsmotoren verwendet wird.
✨ Indium: Kommt unter anderem in transparenten, elektrisch leitfähigen Beschichtungen von Touchscreens zum Einsatz.
🔩 Aluminium: Ist leicht, stabil und korrosionsbeständig. Es wird unter anderem für das Gehäuse, den Rahmen und verschiedene Bauteile verwendet.
🥫 Zinn: Dient vor allem als Bestandteil von Lötverbindungen. Es verbindet elektronische Komponenten dauerhaft mit der Leiterplatte.
⚙️ Nickel: Wird in bestimmten Akkuchemien eingesetzt und kann dort die Energiedichte erhöhen. Zudem findet es sich in verschiedenen Metalllegierungen und Bauteilen.
✏️ Graphit: Ist ein zentraler Bestandteil vieler Lithium-Ionen-Akkus. Es dient meist als Material für die negative Elektrode und ermöglicht die Speicherung und Abgabe elektrischer Energie.
🧠 Silizium: Steckt in den Halbleitern und Mikrochips des Smartphones. Es bildet die Grundlage für Prozessoren, Speicher und zahlreiche weitere elektronische Funktionen.
Ein Smartphone ist damit gewissermassen eine kleine Weltreise durch die Rohstoffmärkte. 🌎

Rohstoffe Smartphone: Das steckt alles drin.
Hier wird es interessant.
Lithium gilt als wichtiger Rohstoff für die Energiewende. Gleichzeitig kann sein Abbau erhebliche Auswirkungen auf Wasserressourcen und Ökosysteme haben.
Kobalt ermöglicht leistungsfähige Batterien. Doch insbesondere der Abbau in der Demokratischen Republik Kongo steht wegen problematischer Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen in der Kritik.
Kupfer ist unverzichtbar für Stromnetze, erneuerbare Energien und die Elektrifizierung. Sein Abbau benötigt allerdings grosse Mengen an Energie und kann Landschaften stark verändern.
Gold wiederum wird gerne als Krisenwährung und sicherer Hafen betrachtet. Gleichzeitig kann seine Gewinnung mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden sein.
Ein und derselbe Rohstoff kann also gleichzeitig technologisch unverzichtbar, wirtschaftlich wertvoll und ökologisch herausfordernd sein.
Ist er deshalb gut oder schlecht?
Vielleicht ist die Frage schlicht zu einfach gestellt. 🤔
Ein besonders spannender Widerspruch zeigt sich bei der Energiewende.
Wir möchten fossile Energieträger ersetzen, Elektroautos fahren, erneuerbare Energien ausbauen und Strom effizienter nutzen.
Dafür benötigen wir unter anderem:
Die Energiewende ist deshalb nicht nur eine Energiefrage. Sie ist auch eine Rohstofffrage.
Und das führt zu einer wichtigen Erkenntnis:
🌍 Eine nachhaltigere Zukunft braucht einen bewussten, effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen.
Dazu gehören bessere Abbaubedingungen, effizientere Technologien, langlebigere Produkte und funktionierende Recyclingkreisläufe.
Auch beim Investieren begegnen wir häufig der Einteilung in «gute» und «schlechte» Branchen.
Besonders deutlich wird dies bei nachhaltigen Anlagen und ESG-Kriterien.
Ein Bergbauunternehmen kann aufgrund seiner Umweltbelastung kritisch beurteilt werden. Gleichzeitig liefert es möglicherweise genau jene Metalle, die für den Ausbau erneuerbarer Energien dringend benötigt werden.
Umgekehrt kann ein Unternehmen, dessen Produkte als besonders nachhaltig gelten, auf komplexe globale Lieferketten und energieintensive Rohstoffgewinnung angewiesen sein.
Nachhaltigkeit ist deshalb selten schwarz oder weiss. Sie besteht aus vielen Grautönen.
Für mich ist entscheidend, genauer hinzuschauen:
Wie arbeitet ein Unternehmen? Welche Umweltstandards gelten? Wie werden Mitarbeitende behandelt? Welche Fortschritte erzielt es? Und welchen Beitrag leisten seine Produkte?
Ein pauschaler Ausschluss ganzer Branchen kann wichtige Unterschiede zwischen einzelnen Unternehmen verdecken.
Wenn du das nächste Mal dein Smartphone in die Hand nimmst, denk daran: Du hältst nicht nur ein Stück moderner Technologie in den Händen, sondern auch das Ergebnis einer faszinierenden globalen Rohstoffwirtschaft.
Viele dieser Materialien sind für unseren Alltag und unsere Zukunft von enormer Bedeutung.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, welche Rohstoffe wir verwenden, sondern vor allem, wie verantwortungsvoll wir mit ihnen umgehen.
Das gilt für unseren Konsum genauso wie für unsere Investitionen.
Denn wer Zusammenhänge versteht, kann bewusstere Entscheidungen treffen. 🌱
Und vielleicht lohnt es sich, beim nächsten Blick auf unser Smartphone über eine ganz grundsätzliche Frage nachzudenken:
🌍 Kann eine Welt ohne Bergbau überhaupt nachhaltig sein?
Gold, Silber, Kupfer und andere Rohstoffe können interessante Bausteine einer breit abgestützten Anlagestrategie sein.
Als unabhängige Finanzberaterin aus Interlaken betrachte ich dabei das gesamte Anlageuniversum – von klassischen Aktien und Fonds bis zu Edelmetallen und Rohstoffunternehmen.
Du möchtest wissen, welche Rolle Rohstoffe in deinem Portfolio spielen könnten?
Ich unterstütze dich gerne dabei, Chancen und Risiken einzuordnen und eine Anlagestrategie zu entwickeln, die zu deinen persönlichen Zielen passt.
Unabhängig. Persönlich. Auf Augenhöhe. 💙
In deinem Smartphone stecken Dutzende chemische Elemente, darunter Kupfer, Gold, Silber, Lithium, Kobalt, Tantal, Seltene Erden, Indium, Aluminium, Zinn, Nickel, Graphit und Silizium. Sie sorgen unter anderem für Leitfähigkeit, Akkuleistung, Magnete in Lautsprechern, Touchscreen-Beschichtungen und die Mikrochips. Ein Smartphone ist damit eine kleine Weltreise durch die Rohstoffmärkte.
Weder noch, die Frage ist zu einfach gestellt. Lithium ist wichtig für die Energiewende, sein Abbau kann aber Wasserressourcen und Ökosysteme belasten. Kobalt steht wegen problematischer Arbeitsbedingungen in der Demokratischen Republik Kongo in der Kritik, Kupfer braucht grosse Mengen Energie. Derselbe Rohstoff kann unverzichtbar, wertvoll und ökologisch herausfordernd sein.
Für Stromnetze, Batterien, Magnete und Photovoltaik braucht es Kupfer, Lithium, Graphit, Nickel, Kobalt, Seltene Erden und Silber. Die Energiewende ist deshalb auch eine Rohstofffrage.

eidg. dipl. Finanz- & Anlageexpertin, CIWM
Autorin und Inhaberin der EC Finanzberatung in Interlaken. Unabhängig. Persönlich. Auf Augenhöhe.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informations- und Bildungszwecken. Er stellt keine Anlageberatung, Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Vergangene Entwicklungen an den Finanzmärkten sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Bevor du Investitionsentscheidungen triffst, solltest du dich bei Bedarf an eine qualifizierte Finanzfachperson wenden.
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