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Ist Gold die eigentliche Währung? Was bedeutet das für dein Portfolio?

Von Gold und anderen Währungen

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Nein, «und anderen Währungen» ist nicht ein Verschreiber, denn meines Erachtens ist Gold eine Währung.

Aber; wenn wir von Währungen sprechen, denken die meisten Menschen heute an den Schweizer Franken 💵, den Euro 💶 oder den US-Dollar 💲.

Streng genommen handelt es sich dabei um Papiergeldsysteme (auch Fiatgeld genannt – vom Lateinischen «fiat» = «es werde»), deren Wert auf Vertrauen in Staaten und Zentralbanken basiert.

In Gold we trust

Gold hingegen ist etwas völlig anderes. 🥇Seit mehr als 6’000 Jahren wird es von Menschen auf der ganzen Welt als Geld akzeptiert. Königreiche sind aufgestiegen und untergegangen, Währungsreformen gekommen und gegangen – Gold jedoch ist geblieben. 🏺⏳

Während moderne Währungen beliebig vermehrt werden können, lässt sich Gold nicht einfach per Knopfdruck erschaffen. Die Menge wächst nur langsam und mit erheblichem Aufwand. ⛏️

Genau deshalb betrachte ich Gold als die einzige wirkliche Währung und Franken, Euro oder Dollar als Zahlungsmittel, deren Wert sich letztlich von politischen Entscheidungen und dem Vertrauen der Bevölkerung ableitet.

Papierwährungen💴💵💶💷

Es lohnt sich ein Blick in die Geschichte: Bis heute hat keine Papierwährung ihre Kaufkraft dauerhaft bewahren können. Gold hingegen hat über Jahrtausende hinweg seinen Wert erhalten. 📜✨

Vielleicht sollten wir deshalb nicht fragen, wie viele Franken eine Unze Gold kostet. Vielleicht sollten wir uns vielmehr fragen, wie viele Franken heute noch nötig sind, um dieselbe Unze Gold zu kaufen. 🤔🥇

Eisgekühlte Coca Cola

Mit der Grafik zum Kaufkraftverlust des Dollars unten sieht man, was man über die Jahre für 1 US Dollar kaufen konnte. In den USA kriegte man im Jahr 1944 dafür 20 Flaschen Cola, heute kriegt man nur noch eine halbe Flasche.

Quelle: https://www.visualcapitalist.com/purchasing-power-of-the-u-s-dollar-over-time

Dieser Perspektivenwechsel verändert oft den Blick auf Geld, Vermögen und langfristiges Investieren grundlegend. 🌍📈

Und Gold ist über die lange Sicht – wenn nicht gerade durch die Zentralbanken manipuliert oder durch massive Angst getrieben – ein direkter Gradmesser der Inflation.

🥇 Gold zwischen Euphorie und Geduld

Die Preise von Edelmetallen wie Gold und Silber unterliegen dieses Jahr starken Verwerfungen.

Während ein Teil der Marktteilnehmer auf kurzfristige Gewinne spekuliert, denken andere Akteure aber in Jahrzehnten statt in Quartalen.

Dazu gehören insbesondere Goldkäufe von Zentralbanken. 🏦 Unabhängig davon, wie man die verschiedenen Marktmeinungen beurteilt, zeigt sich ein klarer Trend: 📦 Zentralbanken kaufen weltweit wieder grosse Mengen Gold.

Und das wirft eine interessante Frage auf: Was sehen diese Institutionen, das viele Privatanleger möglicherweise noch übersehen?

📌 Und was bedeutet das für Anleger?

Historisch profitieren Edelmetalle häufig von:

Genau diese Faktoren prägen aktuell das globale Umfeld.

Deshalb betrachten viele Investoren Gold nicht primär als Spekulationsobjekt, sondern als Versicherung gegen langfristige Risiken. 🛡️

Und wie bei jeder Versicherung hofft man, sie nie vollständig zu benötigen – ist aber froh, sie zu besitzen.

Die meisten Strategiefonds von Banken investieren kaum oder nur sehr wenig in Gold. Bei meinen Anlageberatungs-Mandaten ist das anders: physische Edelmetalle sowie Goldminen-Aktien entsprechen meinem Ansatz von Investieren in Sachwerte / reale Werte. Finde hier einen Einblick ins Mandat. Gold bleibt für mich die Währung mit dem längsten Vertrauensvorschuss der Geschichte

🔑 Die wichtigste Regel bleibt dennoch unverändert:

Setze niemals alles auf eine Karte, sondern diversifiziere über verschiedene Anlageklassen (Aktien, Immobilien, Edelmetalle, etc.), Geschäftsfelder und Absatzländer.

FAQ zu Gold als Währung

Warum wird Gold manchmal als „echte» Währung bezeichnet, im Gegensatz zu Franken, Euro oder Dollar?

Weil Franken, Euro und Dollar Papiergeldsysteme (Fiatgeld) sind, deren Wert auf Vertrauen in Staaten und Zentralbanken basiert und die beliebig vermehrt werden können. Gold dagegen wird seit über 6’000 Jahren weltweit als Geld akzeptiert und lässt sich nicht per Knopfdruck erschaffen – die Menge wächst nur langsam.

Warum kaufen Zentralbanken aktuell wieder grosse Mengen Gold?

Historisch profitieren Edelmetalle von Unsicherheit, hohen Staatsschulden, Währungsabwertungen und geopolitischen Spannungen – Faktoren, die das aktuelle globale Umfeld prägen. Zentralbanken denken dabei eher in Jahrzehnten als in Quartalen und positionieren sich offenbar entsprechend langfristig.

Ist Gold eher eine Spekulation oder eine Absicherung fürs Portfolio?

Viele Investoren betrachten Gold nicht primär als Spekulationsobjekt, sondern als Versicherung gegen langfristige Risiken – wie bei jeder Versicherung hofft man, sie nie vollständig zu benötigen, ist aber froh, sie zu besitzen. Wichtig bleibt dabei die Diversifikation über verschiedene Anlageklassen.

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Evelyne Chaubert

eidg. dipl. Finanz- & Anlageexpertin, CIWM

Autorin und Inhaberin der EC Finanzberatung in Interlaken. Unabhängig. Persönlich. Auf Augenhöhe.

 

 

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informations- und Bildungszwecken. Er stellt keine Anlageberatung, Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Vergangene Entwicklungen an den Finanzmärkten sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Bevor du Investitionsentscheidungen triffst, solltest du dich bei Bedarf an eine qualifizierte Finanzfachperson wenden.

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